In Raumfahrt investieren: Space-Aktien, ETFs und private Beteiligungen

Du siehst, wie Raketen wieder landen und Satelliten zu Tausenden ins All starten, und fragst Dich, wie Du an dieser Entwicklung beteiligt sein kannst? Seit dem Börsengang von SpaceX im Juni 2026 ist die bekannteste Raumfahrtfirma der Welt an der Börse handelbar. Viele Unternehmen, die die nächste Generation von Satelliten und Raumfahrzeugen bauen, sind dagegen noch privat. Für Anleger gibt es deshalb drei Wege: einzelne Space-Aktien, Raumfahrt-ETFs und Fonds, die sich an privaten Raumfahrtfirmen beteiligen.
Raumfahrt-Investments in Kürze
- Die Space Economy kam 2025 laut Space Foundation auf 686 Mrd. US-Dollar, 12 Prozent mehr als im Vorjahr.
- SpaceX ist seit dem 12. Juni 2026 börsennotiert, daneben gibt es kleinere Raumfahrtfirmen und Konzerne mit Raumfahrtparte an der Börse.
- Raumfahrt-ETFs streuen über viele Titel, enthalten aber oft Firmen, die nur einen Teil ihres Umsatzes mit Raumfahrt machen.
- Private Firmen wie K2 Space, Impulse Space und Portal Space Systems haben keine Aktie, die Du kaufen kannst.
- Indirekt beteiligt sein kannst Du über den ARK Private Innovation ELTIF, der neben SpaceX auch diese Unternehmen hält.
Wie groß ist die Space Economy?
Die Space Foundation, eine US-Organisation, die jedes Jahr Umsätze und Staatsausgaben rund um die Raumfahrt zusammenrechnet, kommt für 2025 auf 686 Mrd. US-Dollar. Das sind 12 Prozent mehr als 2024. Mit 544,3 Mrd. US-Dollar oder 79 Prozent stammt der größte Teil aus dem kommerziellen Geschäft, den Rest steuern die Raumfahrtbudgets von 53 Staaten bei.
Verdient wird das meiste Geld auf der Erde: mit Navigationsdiensten wie GPS und mit den Geräten am Boden, die Signale aus dem All empfangen. Zusammen machen sie laut Bericht mehr als drei Viertel des kommerziellen Umsatzes aus. Am schnellsten wachsen allerdings die Bereiche, die ins All führen. Der Umsatz mit dem Bau von Satelliten stieg 2025 um 67,2 Prozent, der mit Raketenstarts um 49,4 Prozent. Treiber sind große Satellitennetze für Internet aus dem All und wachsende Verteidigungsbudgets.
Für Dich als Anleger heißt das: Ob eine Anlage Dich an Raketen und Satelliten beteiligt oder an Navigationsgeräten, macht für Chancen und Risiken einen großen Unterschied.
Dass Raumfahrt gerade vom Gründerprojekt zur Anlageklasse wird, zeigt Folge #72 unseres Podcasts Diversify. Bis Ende des dritten Quartals 2026 flossen laut Folge 92,5 Mrd. US-Dollar in die Raumfahrt, mehr als im gesamten Rekordjahr 2025. Hinter dem Rekord steht ein Engpass bei den Startplätzen. Blue Origin, das Raumfahrtunternehmen von Jeff Bezos, holt nach 26 Jahren zum ersten Mal Geld von außen: 10 Mrd. US-Dollar bei 130 Mrd. US-Dollar-Bewertung. Europa kommt 2026 bisher auf 13,5 Mrd. US-Dollar, mit Isar Aerospace aus Ottobrunn als einem der bekanntesten Namen.
Space-Aktien: Welche Raumfahrt-Aktien gibt es?
Die bekannteste Space-Aktie ist seit dem 12. Juni 2026 SpaceX. Mit der Falcon 9 bringt das Unternehmen Satelliten und Astronauten ins All, mit Starlink liefert es Internet über Satelliten. Seit der Übernahme des KI-Unternehmens xAI betreibt SpaceX außerdem Rechenzentren, und dieser Bereich bringt inzwischen den meisten Umsatz. Wer die Aktie kauft, ist also zu einem großen Teil an einem KI-Geschäft beteiligt. Ticker, WKN und alles zum Börsengang findest Du in unserem Artikel zur SpaceX Aktie.
Daneben gibt es kleinere börsennotierte Raumfahrtfirmen, etwa Rocket Lab mit eigenen Raketen und eigenem Satellitenbau oder AST SpaceMobile, das Mobilfunk direkt aus dem All anbieten will. In Europa sind Airbus mit seiner Raumfahrtsparte und der Bremer Satellitenbauer OHB an der Börse. Wir nennen diese Namen zur Orientierung, eine Kaufempfehlung ist damit nicht verbunden.
Bei vielen dieser Titel macht die Raumfahrt nur einen Teil des Umsatzes aus, bei Airbus etwa dominiert der Flugzeugbau. Kleinere Raumfahrtfirmen schreiben oft noch Verluste und reagieren stark auf Nachrichten zu Starts, Aufträgen oder neuen Finanzierungen.

Raumfahrt-ETFs: breit gestreut in die Space Economy
Ein Space ETF bündelt viele Raumfahrt-Aktien in einem Produkt. Je nach Index stecken darin reine Raumfahrtfirmen, Satellitenbetreiber, Zulieferer und Rüstungskonzerne, oft auch Telekom- und Technologieunternehmen, die nur einen kleinen Teil ihres Geschäfts im All machen. Raumfahrt-ETFs gibt es von mehreren Anbietern, und ihre Indizes unterscheiden sich stark.
Bevor Du einen Raumfahrt-ETF kaufst, kannst Du im Factsheet prüfen:
- Welche zehn Positionen sind am größten, und welchen Anteil am Fonds haben sie?
- Wie hoch ist der Anteil von Firmen, die ihr Geld überwiegend mit Raumfahrt verdienen?
- Ist SpaceX enthalten? Seit dem 7. Juli 2026 gehört SpaceX zum Nasdaq-100, ETFs auf diesen Index halten die Aktie deshalb nach festen Regeln.
- Was kostet der ETF pro Jahr? Die laufenden Kosten stehen im Factsheet.
Ein ETF verteilt Dein Geld auf viele Firmen. An privaten Raumfahrtunternehmen ist er allerdings nicht beteiligt, weil ETFs nur börsennotierte Aktien kaufen. Wie das bei Private Equity aussieht, liest Du in unserem Artikel zu Private Equity ETFs.
Private Raumfahrtfirmen: K2 Space, Impulse Space und Portal Space Systems
Ein großer Teil der Entwicklung in der Raumfahrt passiert in Unternehmen, die noch privat sind. Ihr Wert verändert sich in Finanzierungsrunden, zu denen Privatanleger keinen direkten Zugang haben. So war es auch bei SpaceX, bevor die Aktie an die Börse kam. Wie Du vor einem Börsengang beteiligt sein kannst, erklärt unser Artikel Pre-IPO investieren.
K2 Space
K2 Space wurde 2022 gegründet und baut große, leistungsstarke Satellitenplattformen in Serie. Eine solche Plattform ist der Grundkörper eines Satelliten mit Antrieb, Stromversorgung und Steuerung, auf den Kunden ihre eigene Technik setzen. Im Juli 2026 sammelte K2 Space 500 Mio. US-Dollar bei einer Bewertung von 6,8 Mrd. US-Dollar ein, angeführt von Kleiner Perkins und ICONIQ. Im Dezember 2025 lag die Bewertung noch bei 3 Mrd. US-Dollar. Laut Bloomberg hat der Satellitenbetreiber SES zunächst 28 Plattformen für ein geplantes Satellitennetz bestellt.
Impulse Space
Gegründet hat Impulse Space Tom Mueller, der als erster Mitarbeiter von SpaceX die Raketentriebwerke des Unternehmens maßgeblich entwickelt hat. Impulse baut Raumfahrzeuge, die Satelliten nach dem Start in ihre endgültige Umlaufbahn bringen, eine Art Transporter im All. Im Juni 2026 sammelte das Unternehmen 500 Mio. US-Dollar ein, angeführt von 137 Ventures und Banner VC. Die Bewertung lag laut Reuters bei 4,26 Mrd. US-Dollar, Impulse selbst hat sie nicht genannt.
Portal Space Systems
Portal Space Systems aus dem US-Bundesstaat Washington entwickelt wendige Raumfahrzeuge, die im All schnell ihre Umlaufbahn wechseln können. Im April 2026 schloss Portal eine Finanzierungsrunde über 50 Mio. US-Dollar ab, angeführt von Geodesic Capital und Mach33. Das kleinere Modell Starburst soll im vierten Quartal 2026 zum ersten Mal fliegen, das größere Supernova frühestens 2027. Portal steht damit deutlich früher in seiner Entwicklung als K2 Space und Impulse Space.
Vor dem Börsengang beteiligt sein: über den ARK Private Innovation ELTIF
Über NAO kannst Du in den ARK Private Innovation ELTIF investieren, handverlesen von unserem Investment-Team wie jeder Fonds in der NAO-App. ARK Invest hat den Fonds im Januar 2026 aufgelegt. Er beteiligt sich an Technologieunternehmen in späten Wachstumsphasen. Ende August 2026 gehörten aus der Raumfahrt SpaceX, K2 Space, Impulse Space und Portal Space Systems dazu. SpaceX hielt der Fonds schon vor dem Börsengang und hat die Beteiligung danach behalten.
Daneben investiert der Fonds in Unternehmen aus anderen Bereichen, darunter OpenAI, Databricks und Kalshi. Mit einem Fondsanteil bist Du also an einem Portfolio aus privaten Technologieunternehmen beteiligt, dessen Zusammensetzung sich jederzeit ändern kann. Ein reiner Raumfahrtfonds ist der ELTIF damit nicht.
Investieren kannst Du per Einmalanlage oder Sparplan. Den Fonds findest Du auf unserer Seite zu Private Equity, wie ein ELTIF aufgebaut ist und wann Rückgaben möglich sind, erklärt unser Überblick zum ELTIF. Wie Wagniskapital für junge Firmen funktioniert, beschreibt unser Leitfaden zu Venture Capital.
Space-Aktien, ETF oder Fonds: die Wege im Vergleich
- Einzelne Space-Aktien: täglich handelbar, Du entscheidest selbst über jeden Titel. Dein Ergebnis hängt an wenigen Firmen.
- Raumfahrt-ETF: täglich handelbar und breit gestreut. Enthalten sind oft Firmen mit wenig Raumfahrtgeschäft, private Unternehmen fehlen.
- ARK Private Innovation ELTIF: Zugang zu privaten Raumfahrtfirmen vor einem möglichen Börsengang, gemischt mit anderen Technologieunternehmen. Dein Kapital ist länger gebunden, Rückgaben sind nur zu bestimmten Terminen möglich.
Risiken beim Investieren in Raumfahrt
Raumfahrt ist eine Branche mit langen Entwicklungszeiten und hohen Kosten. Wer investiert, trägt vor allem diese Risiken:
- Technik: Fehlstarts oder Ausfälle im All können ein Programm um Jahre zurückwerfen. Bei jungen Firmen wie Portal Space Systems stehen erste Flüge noch aus.
- Bewertung: K2 Space hat seine Bewertung zwischen Dezember 2025 und Juli 2026 mehr als verdoppelt. Solche Sprünge setzen voraus, dass die Pläne aufgehen. Private Unternehmen haben keinen Börsenkurs, Fonds bewerten sie anhand von Finanzierungsrunden und Modellen.
- Staatliche Aufträge: Viele Raumfahrtfirmen leben zu einem großen Teil von Verteidigungsministerien und Raumfahrtbehörden. Ändern sich Budgets, trifft das ihr Geschäft direkt.
- Konzentration: Einzelne Space-Aktien hängen an wenigen Programmen und schwanken stark.
- Kapitalbindung: Beim ARK Private Innovation ELTIF gilt bis zum 26.02.2027 eine Lock-up-Frist, danach sind Rückgaben nur zu bestimmten Terminen und gegebenenfalls begrenzt möglich.
Was heißt das für Dich?
Die Raumfahrt wächst, und immer mehr Geld fließt in Firmen, die Satelliten bauen und im All bewegen. Welcher Weg zu Dir passt, hängt davon ab, wie lange Du Dein Geld anlegen kannst und wie viel Einzelrisiko Du tragen willst. Bevor Du investierst, kannst Du für Dich klären:
- Willst Du jederzeit verkaufen können, oder kannst Du Geld mehrere Jahre fest anlegen?
- Wie viel Raumfahrt steckt wirklich in der Aktie oder dem ETF, den Du Dir ansiehst?
- Was kostet das Produkt, und wann kommst Du wieder an Dein Geld? Bei Fonds stehen die Antworten im Basisinformationsblatt.
Du hast Fragen zum ARK Private Innovation ELTIF? Unser Kundenservice ist werktags persönlich für Dich da. Schreib uns gerne.
FAQ
Wie kann ich in Raumfahrt investieren?
Über einzelne börsennotierte Space-Aktien, über Raumfahrt-ETFs oder über Fonds, die an privaten Raumfahrtfirmen beteiligt sind. Bei NAO ist das der ARK Private Innovation ELTIF, der unter anderem SpaceX, K2 Space, Impulse Space und Portal Space Systems hält.
Welche Raumfahrt-Aktien gibt es?
Die bekannteste ist SpaceX, seit dem 12. Juni 2026 an der Börse (WKN A42D4F). Dazu kommen kleinere Raumfahrtfirmen in den USA und europäische Konzerne mit eigener Raumfahrtsparte.
Gibt es einen Raumfahrt-ETF?
Ja, mehrere Anbieter haben Space ETFs aufgelegt. Sie enthalten nur börsennotierte Aktien und oft auch Firmen, deren Hauptgeschäft außerhalb der Raumfahrt liegt.
Kann ich in K2 Space oder Impulse Space investieren?
Direkt nicht, beide Unternehmen sind nicht börsennotiert. Indirekt beteiligt sein kannst Du über den ARK Private Innovation ELTIF, der beide in seinem Portfolio hält.
Wie groß ist die Space Economy?
Laut Space Foundation lag sie 2025 bei 686 Mrd. US-Dollar, 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Rund 79 Prozent entfallen auf das kommerzielle Geschäft.
Dieser Artikel dient der Information und ist keine Anlageberatung. Investitionen in Private Markets sind langfristig angelegt, das Kapital ist über die Laufzeit gebunden, Verluste bis zum Totalverlust sind möglich. Fondsunterlagen und Basisinformationsblatt findest Du in der NAO-App.
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